Daily Briefing · Montag, 31.08.2026

Militärische Eskalation und ein hawkisher Warsh treffen zum Monatswechsel aufeinander.

Termine

  • G20-Treffen
  • Di16:00ISM Industrie, JOLTS
  • Mi14:15ADP, 20:00 Beige Book
  • Do14:30Erstanträge, 16:00 ISM Dienste, Waller und Hammack
  • Fr14:30Arbeitsmarktbericht August: erwartet 58.000 Stellen, Quote 4,1 Prozent, Stundenlöhne plus 0,3 Prozen

Was den Markt heute bewegt

IRANErstmals seit Ende Juli wird wieder militärisch geschlagen.

US-Streitkräfte trafen am Sonntag zwei iranische Raketenwerfer auf Larak Island; laut Centcom bereiteten die Revolutionsgarden Raketen mit Seeminen zur Ausbringung in die Straße von Hormus vor. Iran antwortete mit Raketen und Drohnen auf zwei US-Basen in Jordanien, acht Flugkörper wurden abgefangen. Trump drohte per Truth Social mit der Zerstörung von Kharg Island, dem wichtigsten Ölexportterminal. Ein Supertanker geriet nach Minentreffern im südlichen Teil der Straße in Brand.

ÖLBrent springt über 90 USD.

Der Kontrakt legte rund 3,2 Prozent auf 90,94 USD zu, WTI 3,4 Prozent auf 86,22. Nach Goldman haben Angriffe auf Raffinerien in der Region und in Russland die ohnehin knappe Verarbeitungskapazität weiter eingeschränkt, die Margen für Fertigprodukte liegen auf neuen Höchstständen. PVM verweist auf weiter sinkende Bestände. Energiewerte legten vorbörslich zu, Halliburton 2,3 Prozent, Valero 1,9.

FEDWarsh fiel deutlich hawkisher aus als erwartet.

Er nannte die erhöhten Preise als Hauptfokus und beschrieb die finanziellen Bedingungen als nicht breit restriktiv, eine Änderung gegenüber Juli; die besseren Sommerdaten zeigten für ihn keinen belastbaren Trend. Laut FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung am 16. September nun bei knapp 60 Prozent nach 41,4 vor einer Woche. Barclays erwartet eine Anhebung im September und eine weitere im Dezember. Am Markt bleibt Skepsis: ABN Amro und Brandywine verweisen darauf, dass Warsh im Juni und Juli ebenfalls hawkish sprach und dann hielt.

ANLEIHENDas kurze Ende zieht weltweit an.

Die zweijährige US-Rendite verzeichnete am Freitag den stärksten Anstieg seit über zwei Monaten, die zehnjährige liegt bei 4,72 Prozent. In Japan erreichte die zweijährige Rendite ein 31-Jahres-Hoch, in Deutschland den höchsten Stand seit Juli 2024, in Frankreich seit April 2024; auch in Großbritannien, Spanien, Portugal, Polen und der Schweiz stiegen die kurzen Sätze. Bemerkenswert: Die dreißigjährige Rendite gab auf die Rede zunächst nach, was auf gewonnene Glaubwürdigkeit hindeutet. Der Yen erreichte 160 je Dollar.

MÄRKTEEin starker Monat endet defensiv.

Dow-Futures lagen 0,18 Prozent im Minus, S&P 0,17, Nasdaq 0,1. Auf Monatssicht liegt der Dow 2,1 Prozent im Plus und damit vor dem fünften Gewinnmonat in Folge, S&P 3 und Nasdaq 4 Prozent, jeweils der erste Zuwachs seit Mai. Der IT-Sektor gewann knapp 6 Prozent, Micron 13, Microsoft 11, Nvidia über 8. Nvidia war heute der einzige Gewinner unter den Magnificent Seven. Chinas Einkaufsmanagerindex lag mit 49,8 den zweiten Monat im Kontraktionsbereich.

Bildungsinhalt — keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.

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