Daily Briefing · Mittwoch, 14.10.2026
CPI steht an, Öl hält über 100 USD.
Der September-CPI trifft auf einen enger gefassten Fed-Pfad, während Bankergebnisse Schwäche im Handel zeigen und ASML den Chipsektor stabilisiert. INFLATION
Termine
- Mi11:40Bowman
- Mi14:30CPI
- Mi19:30Barkin
- Mi20:00Beige Book
- Mi21:00Goolsbee
- Mi22:30API-Lagerdaten
- Berichte: Morgan Stanley, State Street, Progressive
- DoPPI
Was den Markt heute bewegt
INFLATIONDer CPI um 14:30 Uhr ist die letzte Inflationsmeldung vor den Midterms.
Der Konsens erwartet 0,6 Prozent zum Vormonat und 3,6 Prozent zum Vorjahr nach 3,4 Prozent im August; die Kernrate soll 0,2 Prozent und 2,5 Prozent erreichen. Das Aufwärtsrisiko liegt bei der Energie: Benzin kostet laut AAA im Schnitt 4,34 USD je Gallone nach 3,08 USD vor einem Jahr, Brent legte im September über 14 Prozent zu, und RSM-Chefökonom Brusuelas verweist darauf, dass Modelle solche Bewegungen in der Regel unterschätzen. In China stiegen die Erzeugerpreise um 5 Prozent, der stärkste Anstieg seit Juni 2022, die Exporte legten um 36 Prozent zu. Die US-Erzeugerpreise folgen am Donnerstag mit einem Konsens von 0,6 Prozent zum Vormonat und 5,5 Prozent zum Vorjahr.
FEDWilliams sieht eine weitere Erhöhung 2026, aber keine 2027.
Der Präsident der New York Fed sagte am Dienstag, ein weiterer Schritt in diesem Jahr könne nötig sein, für 2027 sehe er derzeit keinen Bedarf; Treasuries legten daraufhin zu, der Dollar gab nach. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf der Sitzung nächste Woche bei rund 22 Prozent, Dezember gilt als wahrscheinlichster Termin, während die Terminmärkte laut Reuters weiterhin drei weitere Erhöhungen einpreisen. Das Protokoll der Septembersitzung hatte eine weitere Anhebung signalisiert, ohne den Zeitpunkt zu nennen. Heute sprechen Bowman, Barkin und Goolsbee, das Beige Book erscheint um 20:00 Uhr.
ÖLBrent hält über 106 USD, die IEA sieht Diesel bis 2027 knapp.
Zwei Schiffe wurden in der Straße von Hormus getroffen, und iranische Offizielle sprachen gegenüber Reuters von neuen Taktiken gegen den Schiffsverkehr, um die Ölpreise hoch zu halten und die US-Midterms zu beeinflussen; Saudi-Arabien meldete Angriffe auf Aramco-Anlagen im Zuge der Kämpfe mit den Huthis. Die IEA erwartet in ihrem Oktoberbericht einen angespannten Dieselmarkt bis in die zweite Hälfte 2027, die globalen Dieselexporte lagen im September 700.000 Barrel pro Tag unter dem Vorjahr. Die Lockerung der Beschränkungen für russisches Diesel halten Analysten für wenig wirksam. Paul Tudor Jones nannte auf CNBC weiteres Aufwärtspotenzial von 20 bis 25 USD; WTI notiert bei rund 95 USD.
BANKENBank of America verfehlt den Konsens und bucht 1,2 Mrd. USD Strafe.
Der Gewinn lag bei 0,91 USD je Aktie, bereinigt um die Geldwäsche-Strafe bei 1,08 USD gegenüber erwarteten 1,10 USD, der Umsatz bei 30,0 Mrd. USD nach 30,69 Mrd. Konsens. Die Handelserlöse fielen 5 Prozent auf 5,1 Mrd. USD, belastet durch FICC, die Investmentbanking-Gebühren sanken 11 Prozent; die Strafe ist die drittgrößte in der Geschichte des US-Finanzministeriums und kommt mit einer Consent Order. Die Aktie verlor vorbörslich rund 4 Prozent, nachdem bereits am Dienstag JPMorgan und Goldman unerwartet hohe Einbußen im Anleihehandel gezeigt hatten und Citigroup über 5 Prozent abgab. BlackRock meldete Zuflüsse von 205 Mrd. USD, 19 Prozent mehr Umsatz und ein verwaltetes Vermögen von 15,5 Bio. USD; Morgan Stanley, State Street und Progressive folgen vor Handelsbeginn.
CHIPSASML meldet Auftragsinteresse bis 2030.
Der Nettogewinn lag bei 4,96 Mrd. EUR gegenüber erwarteten 4,1 Mrd., der Umsatz mit 11,66 Mrd. EUR leicht unter Konsens; Kunden fragen mehr Kapazität nach, als 2027 und bis 2028 geliefert werden kann, einzelne zeigen Interesse an Aufträgen für 2029 und 2030. Die Zahlen stabilisieren den Sektor nach dem Einbruch zu Wochenbeginn auf CXMT-Berichte: Micron und Intel notierten vorbörslich leicht schwächer, Nvidia leicht fester, alle Magnificent Seven im Plus. Musk nannte die Preise für Speicherchips mit Ausnahme von Micron überzogen und deutete an, Kunden würden sich das bei der Lieferantenwahl merken. Laut FactSet wird für den S&P 500 ein Gewinnwachstum von rund 30 Prozent erwartet, für Halbleiter von 130 Prozent; der IWF warnte diese Woche vor einer abrupten Korrektur der konzentrierten KI-Positionierung. Nasdaq-Futures lagen vorbörslich leicht im Minus, S&P 0,2 und Dow 0,4 Prozent im Plus.
Bildungsinhalt — keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.