Daily Briefing · Freitag, 11.09.2026
Öl gibt nach einer Woche über 100 USD nach, der CPI entscheidet über die Fed-Sitzung am Mittwoch.
Termine
- Fr14:30CPI August
- Nächste Woche: Dienstag und Mittwoch FOMC, Entscheid am 16.
- DoBoJ
Was den Markt heute bewegt
INFLATIONDer CPI um 14:30 Uhr ist der letzte Datenpunkt vor der Entscheidung.
Erwartet werden 0,4 Prozent im Monat und 3,4 im Jahr, die Kernrate bei 0,2 beziehungsweise 2,4 Prozent. Der PPI am Donnerstag fiel leicht über Erwartung aus. Natixis formuliert die Schwelle klar: Eine Zahl im Rahmen der Erwartung wäre der vierte ermutigende Monat in Folge und nähme Druck von einer Anhebung; fällt sie höher aus, ist der Schritt zu erwarten. Die Terminmärkte preisen rund 70 Prozent.
ÖLDer Rückgang kommt nach einer Woche mit knapp 10 Prozent Plus.
Brent fiel 3,3 Prozent auf 103,78 USD, WTI auf 99,23; am Donnerstag hatte Brent bei rund 108 und WTI über 104 gelegen. Damit endet eine fünf- beziehungsweise achttägige Gewinnserie. Auslöser der Woche waren die Angriffswellen auf Tanker, die Einnahme der jemenitischen Hafenstadt Mocha durch die Huthis nahe Bab el-Mandeb sowie der WSJ-Bericht, wonach Vance und Rubio intern vor einem Krieg über Trumps Amtszeit hinaus gewarnt haben. Saudi-Arabiens Förderung liegt laut Deutsche Bank auf dem niedrigsten Stand seit 1990.
DIESELDer US-Durchschnittspreis überschreitet erstmals 6 USD je Gallone.
Der Wert liegt bei 6,06 USD, in Kalifornien nahe 8; Spediteure und Landwirte zahlen rund 63 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ursache sind die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien mit anschließendem Exportverbot sowie die Ausfälle am Golf; weltweit fehlen rund 5 Mio. Barrel täglich an Verarbeitungskapazität, knapp 8 Prozent des Dieselangebots. US-Raffinerien laufen bei 98 Prozent Auslastung. Diesel wirkt über Transport, Lebensmittel und Heizkosten breiter in die Preise als Benzin.
ANLEIHENDie Zehnjährige nähert sich 5 Prozent.
Sie notiert bei 4,94 Prozent nach einem Sprung von 11 Basispunkten am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Oktober 2023; die Dreißigjährige liegt bei 5,36, die Zweijährige bei 4,56 und damit auf dem höchsten Stand seit 14 Monaten. BMO weist darauf hin, dass die dreißigjährige Rendite die von Bessent informell gezogene Linie bei rund 5,30 Prozent überschritten hat und die Rückkäufe damit ihr Ziel verfehlen. Die EZB hob am Donnerstag auf 2,50 Prozent an.
MÄRKTEErholungsversuch nach der schwächsten Woche seit Juni.
Dow-Futures lagen 0,55 Prozent im Plus, S&P 0,53, Nasdaq 0,6. Auf Wochensicht steht der Dow rund 2,5 Prozent im Minus, S&P und Nasdaq je 1,6; für den Dow wäre es die schwächste Woche seit März. Oracle sprang vorbörslich rund 7 Prozent nach übertroffenen Zahlen, der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur verdoppelte sich auf 7,4 Mrd. USD. Adobe verlor über 4 Prozent auf einen schwachen Ausblick, ACV Auctions stieg 44 Prozent auf die Übernahme durch Copart. In Asien verlor der Nikkei 1,93 Prozent, der Kospi 1,76.
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