Daily Briefing · Donnerstag, 03.09.2026
Der Anleiheausverkauf pausiert, der Yen zieht an — der Arbeitsmarktbericht morgen ist der Test.
Termine
- Do14:30Erstanträge, Handelsbilanz Juli
- Do16:00ISM Dienstleistungen August
- Fed: Waller, Hammack, Goolsbee
- Fr14:30Arbeitsmarktbericht August
Was den Markt heute bewegt
ANLEIHENDie Renditen geben über die gesamte Kurve nach.
Die Zehnjährige fiel gut 2 Basispunkte auf 4,77 Prozent, nachdem sie am Mittwoch mit 4,818 den höchsten Stand seit November 2023 erreicht hatte; die Dreißigjährige liegt bei 5,24, die Zweijährige bei 4,36 nach einem Zwischenhoch von 4,41, dem höchsten seit Januar 2025. Auch Japan, Deutschland und Großbritannien geben nach. Zur Einordnung: Die Deutsche Bank rechnet vor, dass die zehnjährige US-Rendite auf rund 5,5 Prozent steigen müsste, bevor der Kursverlust den Kupon über ein Jahr aufzehrt.
YENDie Aufwertung nimmt Druck von den globalen Renditen.
Der Yen stieg über 1 Prozent auf 156,34 je Dollar, den stärksten Stand seit einem Monat. Händler führen das weniger auf Intervention als auf wachsende Erwartungen an eine BoJ-Anhebung zurück. Nach Bloomberg-Informationen neigt die Notenbank zu einem Schritt von 25 Basispunkten am 18. September, ohne sich auf den weiteren Pfad festzulegen. Vizeminister Mimura sprach von erhöhter Wachsamkeit. Vital Knowledge merkt an, ein anhaltend stärkerer Yen könnte der Faden sein, der einen Teil der Makro-Belastungen für Aktien auflöst.
IRANTrump signalisiert eine zeitliche Begrenzung der Angriffe.
Nach Reuters drängen enge Berater darauf, eine weitere Eskalation vor den Zwischenwahlen im November zu vermeiden; Trump sagte, die derzeitige Zuspitzung werde nicht lange dauern. Kuwait meldete, es wehre iranische Raketen- und Drohnenangriffe ab. Brent notiert bei rund 95 USD, WTI über 91. Goldman erwartet, dass die zunehmende Anpassungsfähigkeit des Marktes den Preisauftrieb auch bei anhaltenden Störungen dämpft.
ARBEITSMARKTMorgen kommt die entscheidende Zahl.
Erwartet werden 58.000 neue Stellen bei einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent, nachdem im Juli 23.000 Stellen abgebaut wurden. Die ADP-Zahlen für August lagen leicht unter Prognose. Heute stehen Erstanträge und der ISM Dienstleistungsindex an, erwartet bei 54,3 nach 54,1. Williams von der New York Fed führt die höheren Renditen auf solide Wirtschaftsaussichten nach Rekordgewinnen im zweiten Quartal zurück. Waller, Hammack und Goolsbee sprechen heute.
EINZELWERTEBroadcom verfehlt die hohe Messlatte knapp.
Der Umsatzausblick für das vierte Quartal liegt mit 34,8 Mrd. USD unter der Erwartung von 35,03, die operative Marge mit 66 Prozent unter 66,5; die Aktie verlor vorbörslich 2,3 Prozent, obwohl das Unternehmen für die kommenden zwei Jahre starke KI-Chip-Umsätze prognostiziert. Snowflake sprang knapp 24 Prozent nach einer starken Jahresprognose, HPE gab 4 Prozent ab. Dow-Futures lagen 0,17 Prozent im Plus, S&P 0,05, Nasdaq 0,04 im Minus.
Bildungsinhalt — keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.