Daily Briefing · Mittwoch, 02.09.2026

Der Anleiheausverkauf geht in den dritten Tag: Die US-Zehnjährige erreicht 4,81 Prozent, den höchsten Stand seit November 2023.

Termine

  • Mi14:15ADP August
  • Mi16:00Auftragseingänge Industrie Juli
  • Mi20:00Beige Book
  • Zinsentscheid Bank of Canada
  • Min. SchlussBroadcom
  • Fr14:30Arbeitsmarktbericht

Was den Markt heute bewegt

ANLEIHENDer Druck verlagert sich auf die wirtschaftlich relevante Laufzeit.

Die Zehnjährige, an der Hypotheken-, Auto- und Konsumkredite hängen, stieg auf 4,814 Prozent und nähert sich der 5-Prozent-Marke, die viele Mischfondsmanager als kritische Schwelle für Aktien betrachten. Die Dreißigjährige liegt bei 5,29 Prozent, der deutsche Bund bei 3,38 und damit auf dem höchsten Stand seit 2011, die britische Zehnjährige bei 5,27, Japans Zehnjährige über 3 Prozent. Einordnung von Bloomberg: Der Renditeanstieg beträgt auf rollierender 20-Tage-Basis 17 Basispunkte gegenüber 62 im Jahr 2022, der Kursverlust 4,2 Prozent gegenüber 23. Die Renditevolatilität ist von 56 auf 37 Basispunkte gefallen.

ZINSENDrei große Notenbanken dürften diesen Monat anheben.

Die Terminmärkte preisen 68 Prozent für eine Fed-Anhebung im September nach rund 37 vor einer Woche. Barr, als Zentrist eingeordnet, hielt am Dienstag eine Anhebung im September für womöglich notwendig. Für EZB und BoJ wird ebenfalls ein Schritt erwartet, Neuseeland hat gestern als erste Notenbank des Monats zum zweiten Mal in Folge angehoben. Bessent sprach sich gegenüber BoJ-Gouverneur Ueda für entschiedene geldpolitische Schritte gegen die Yen-Schwäche aus.

IRANDie USA drohen nach dem stärksten Schlagabtausch seit Wochen mit weiteren Angriffen.

Centcom begründet die jüngsten Schläge mit versuchten Angriffen der Revolutionsgarden auf die Handelsschifffahrt und auf US-Soldaten; ein Tanker wurde am Montag in der Straße von drei Geschossen getroffen. Brent notiert bei rund 95 USD, WTI über 90 und damit auf dem höchsten Stand seit Ende Juli. Europäisches Gas erreichte den höchsten Stand seit 2023, was in die Haushaltsberatungen und den Winter hinein besonders belastet.

MÄRKTEDie dritte Verlustsitzung in Folge.

Nasdaq-Futures lagen 0,52 Prozent im Minus, S&P 0,25, Dow 0,15. In Asien verlor der Nikkei 2,85 Prozent, der Kospi 4, der CSI 300 1,38; der Stoxx 600 gab 0,49 Prozent ab. Nvidia und Microsoft notierten vorbörslich 0,3 beziehungsweise 0,8 Prozent tiefer, Energiewerte legten zu. Macquarie fasst den Mechanismus zusammen: Höhere Renditen zwingen zu stärkerer Abzinsung künftiger Gewinne und drücken die Bewertungsmultiplikatoren.

EINZELWERTEDer KI-Ausbau liefert weiter.

Dell stieg vorbörslich 8,5 Prozent nach angehobener Jahresprognose, begründet mit der Stärke im Geschäft mit KI-Servern; HPE folgte mit 4,5 Prozent. GitLab legte 20 Prozent zu, Palo Alto gab 1,7 ab, MongoDB verlor nachbörslich 12 Prozent trotz übertroffener Zahlen. Uber kündigte den Abbau von 10 Prozent der Belegschaft an, rund 3.300 Stellen, die Aktie stieg 1,5 Prozent. Broadcom berichtet heute nach Schluss.

Bildungsinhalt — keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.

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