Daily Briefing · Mittwoch, 09.09.2026
Brent überschreitet erstmals seit Juli die 100-Dollar-Marke, während der CPI am Freitag die Fed-Entscheidung vorbereitet.
Termine
- Mi19:00Auktion zehnjähriger Anleihen
- Ankündigung Treasury-Rückkauf
- 15./16. September FOMC
- 18. September BoJ
- DoPPI, Berichte Oracle und Adobe
- FrCPI
Was den Markt heute bewegt
HORMUSDie größte Angriffswelle auf Schiffe seit Kriegsbeginn.
Die USA zerstörten nach Centcom-Angaben fünf iranische Öltanker, als Reaktion auf zwei Raketenangriffe der Revolutionsgarden auf ein Navy-Schiff; in der vergangenen Woche waren es insgesamt zehn Tanker. Iran erklärte, zehn Schiffe angegriffen zu haben, darunter zwei US-Einheiten, was Washington bestreitet, sowie eine Basis in Jordanien, wo 18 von 20 Raketen abgefangen wurden. Die Huthis trafen am Dienstag vier saudische Städte, 73 Verletzte. Iran erklärte eine erweiterte Sperrzone um die Meerenge; in 24 Stunden passierten sechs Schiffe mit eingeschaltetem Transponder.
ÖLDer Preis bricht durch die symbolische Marke.
Brent stieg über 2 Prozent auf 100,02 USD, den höchsten Stand seit dem 24. Juli, WTI auf rund 94,50. Der US-Durchschnittspreis für Diesel erreichte mit über 5,94 USD je Gallone ein Allzeithoch, europäisches Gas ein Dreijahreshoch. Morgan Stanley nennt Öl und Zinsen die beiden Hauptrisiken für Aktien und weist darauf hin, dass die strategischen Reserven bereits deutlich abgebaut wurden. Energiewerte führen in Europa, Reise- und Einzelhandelswerte verlieren.
FEDDer CPI am Freitag ist der letzte Datenpunkt vor der Sitzung.
Die Terminmärkte preisen 60,4 Prozent für eine Anhebung am 16. September; der PPI folgt Donnerstag. Glenmede nennt den CPI den folgenreichsten Datenpunkt vor der Entscheidung. Heute steht die Bekanntgabe des ersten Treasury-Rückkaufs an, den Bessent als Mittel gegen das Fieber am Anleihemarkt bezeichnet hat; JPMorgan erwartet, dass der Markt vor allem auf das Volumen achtet. Die Renditen liegen so hoch wie zum Zeitpunkt der Ankündigung im August.
HANDELWashington geht von Zöllen zu Einfuhrverboten über.
Die USA untersagten am Dienstag den Import einer Reihe kanadischer Spirituosen, Motorräder und Molkereiprodukte, als Antwort auf Ottawas Gegenzölle. Zuvor hatte Trump erklärt, Bombardier dürfe nur noch in den USA verkaufen, wenn dort produziert werde. Europa und Asien beobachten das genau, da vielerorts eine weitere US-Zollrunde erwartet wird. Chinas Erzeugerpreise stiegen im August 3,8 Prozent gegen 3,6 erwartet, überwiegend rohstoffgetrieben.
MÄRKTETech hält, der Rest gibt nach.
Dow-Futures lagen 0,16 Prozent im Minus, S&P unverändert, Nasdaq 0,04 im Plus. Am Dienstag hatte der Dow 1,2 Prozent verloren, den schwächsten Tag seit fast drei Wochen. Qualcomm, Arm und Nvidia legten vorbörslich zwischen 0,16 und 1,73 Prozent zu. In Europa gab der Stoxx 600 deutlich nach, der IBEX 2,4 und der DAX 1,6 Prozent. Der Yen notiert nahe einem Siebenmonatshoch vor der BoJ-Sitzung; Bessent forderte Händler öffentlich heraus, gegen ihn zu wetten. Ameriprise warnt vor den Zirkelgeschäften im KI-Sektor.
Bildungsinhalt — keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.