Daily Briefing · Freitag, 18.09.2026
Die Fed-Erholung setzt sich in Asien fort; die BoJ hebt auf ein 31-Jahres-Hoch, überzeugt aber nicht.
Termine
- Fed: Bowman, Schmid
- Nächste Woche: Staatsbesuch Xi Jinping mit Treffen am Donnerstag, UN-Generalversammlung, PMI-Daten
Was den Markt heute bewegt
BOJAnhebung auf 1,25 Prozent, vage Signale zum weiteren Pfad.
Der Schritt von 25 Basispunkten bringt den Leitzins auf den höchsten Stand seit 1995 und verkürzt den Abstand zur letzten Anhebung von sechs auf drei Monate. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2; die Dissenter Asada und Sato gelten als Reflationisten und wurden von Premierministerin Takaichi berufen. Die Notenbank begründet den Schritt mit dem Risiko, dass die Inflation über das 2-Prozent-Ziel hinaus abweicht. Japans Gesamtrate lag im August unverändert bei 1,9 Prozent. Die unklare Kommunikation zum Fortgang enttäuschte Anleger, der Yen fiel über 157 je Dollar.
FEDDie Wirkung hält an, die Unsicherheit verschiebt sich.
Nach dem einstimmigen Schritt auf 3,75 bis 4,00 Prozent legten die Indizes am Donnerstag deutlich zu: Nasdaq plus 1,7 Prozent, S&P 1,1, Dow 0,6. Die zehnjährige Rendite fiel auf 4,93 Prozent im späten Handel und notiert heute bei 4,95; die dreißigjährige gab auf 5,29 nach, die zweijährige stieg auf 4,71. Für Oktober preisen die Terminmärkte inzwischen etwa 50 Prozent — die Sitzung liegt unmittelbar vor den Zwischenwahlen. Bowman und Schmid sprechen heute. Trump kritisierte die Entscheidung, richtete sich dabei aber gegen das Board, nicht gegen Warsh.
ÖLDritter Verlusttag trotz neuer Gefechte.
Brent fiel 0,94 Prozent auf 103,83 USD, WTI auf 101,01. Brent hatte am Montag und Dienstag bei bis zu 109 gelegen. Entlastend wirken die saudischen Schiff-zu-Schiff-Lieferungen bei Sohar sowie Aussagen von Energieminister Wright, die East-West-Pipeline könne schneller zurückkommen als erwartet. Saudi-Arabien und die Huthis tauschten am Donnerstag erneut Angriffe aus. Der US-Dieselpreis liegt weiter über 6 USD je Gallone. China hat Teheran laut Reuters privat gebeten, die Huthis einzuhegen, nachdem Riad in Peking vorstellig geworden war.
MARKTBILDArt Hogan benennt die beiden Schwellen.
5 Prozent bei der Zehnjährigen und 100 USD beim Öl seien psychologische Linien: Darunter atme der Markt auf, darüber erschienen die Belastungen unüberwindbar — so das Muster der vergangenen vier bis fünf Wochen. Beide Werte liegen aktuell knapp unterhalb. Der S&P steht rund 2 Prozent unter dem Rekord von Mitte August und über 11 Prozent im Jahresplus.
MÄRKTEGemischte Wochenbilanz.
Asien treibt die Erholung weiter, die US-Futures konsolidieren. Der Kospi schloss 2,66 Prozent fester, der Nikkei 1,38, der CSI 300 1,06. In den USA lagen die Futures nach dem starken Donnerstag flach: S&P plus 0,1, Nasdaq 0,3, Dow 0,1 im Minus. Auf Wochensicht bleibt das Bild zweigeteilt — der Dow 1,5 Prozent im Minus vor der dritten Verlustwoche in Folge, der Nasdaq mit 0,3 Prozent im Plus.
Bildungsinhalt — keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.