Daily Briefing · Dienstag, 03.11.2026

Wahltag, und Apple enttäuscht.

Der Nasdaq 100 ist in der Korrektur, Öl dreht nach US-Angriffen auf Qeshm wieder nach oben.

Termine

  • Di22:00JOLTS Stellenangebote, 7,15 Mio. erwartet
  • Di22:00Auftragseingänge Industrie, 1,2 Prozent
  • ganztags Zwischenwahlen
  • Vorbörslich: Pfizer, Shopify, Eaton, Marathon Petroleum
  • Din. SchlussAMD
  • Din. SchlussSuper Micro
  • Din. SchlussArista Networks
  • MiRefinanzierungsplan des Finanzministeriums, ADP und ISM Diens

Was den Markt heute bewegt

EARNINGSApple warnt vor steigenden Speicherkosten.

Die Aktie fiel vorbörslich 4 bis 4,5 Prozent. Umsatz und iPhone-Verkäufe übertrafen zwar die Erwartungen, doch der Konzern warnte, die Preise für Speicherchips würden weiter steigen und die Bruttomarge im entscheidenden Weihnachtsquartal drücken; Lieferungen seien aber abgesichert. Die iPad-Verkäufe verfehlten die Schätzungen. Es war der erste Quartalsbericht unter dem neuen Vorstandschef John Ternus. Palantir übertraf im dritten Quartal und prognostizierte einen Umsatz über Erwartung, verlor aber 6,3 Prozent, weil der Ausblick auf eine Verlangsamung des Wachstums hindeutet.

KORREKTURDer Nasdaq 100 schloss am Montag über 10 Prozent unter seinem Rekord.

Damit ist der Index offiziell in der Korrektur. Anleger bleiben vorsichtig gegenüber den steigenden KI-Ausgaben ohne erkennbare Erträge; mehrere Technologiekonzerne haben die Investitionen zuletzt über den Anleihemarkt finanziert, was bei steigenden Zinsen schwerer zu rechtfertigen ist. Morgan Stanley hält dagegen: Die im Juni begonnene Korrektur sei in ihren letzten Zügen, 60 Prozent der Werte im Russell 3000 hätten seitdem bereits mindestens 20 Prozent verloren. Anleger übersähen Cashflow-Lücken nicht mehr, wie sie es früher im Zyklus oft taten. Großkapitalisierte Werte hätten in den sechs Monaten nach Wahlen historisch 15 Prozent zugelegt.

ÖLUS-Angriffe auf Qeshm drehen den Preis.

Brent stieg 1,7 Prozent auf 106,50 USD, WTI 1,6 bis 2,2 Prozent auf rund 98. Am Montag war der Preis auf Vermittlungsberichte noch rund 7 Prozent eingebrochen. Über Nacht griffen die USA Irans Insel Qeshm in der Straße von Hormus an, offiziell als defensiv bezeichnet; ein iranischer Vertreter erklärte, ein Abkommen sei weit entfernt. Trump verneinte am Montag auf Nachfrage, nach den Wahlen Angriffe auf Iran zu erwägen. JPMorgan sieht jeden geopolitisch bedingten Rücksetzer als Kaufgelegenheit.

ZWISCHENWAHLENUmfragen und unabhängige Analysten favorisieren die Demokraten für das Repräsentantenhaus, der Senat bleibt offen; an den Prognosemärkten liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Senatsgewinn der Demokraten bei knapp 75 Prozent. JPMorgan hält einen klaren Sieg für einen möglichen Auslöser von Verkäufen bei KI-Werten. Société Générale verweist auf die wachsenden Sorgen um Staatsausgaben und Defizite, sieht bei einer demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus aber vor allem Blockade. Carson Group: Vor Wahlen herrsche Nervosität, danach folge meist Erleichterung; ein Erdrutsch in eine Richtung gefalle den Märkten allerdings weniger.

ANLEIHENDas Finanzministerium senkt den Kreditbedarf leicht.

Für das vierte Quartal werden 618 Mrd. USD erwartet, 10 Mrd. weniger als im August projiziert, bei einem angenommenen Kassenbestand von 850 Mrd. zum Jahresende. Ohne den höheren Startbestand läge der Bedarf 24 Mrd. über der alten Schätzung. Für das erste Quartal 2027 sind 800 Mrd. veranschlagt. Morgen folgen die Details zur Refinanzierung; Analysten erwarten mögliche Kürzungen bei 20- und 30-jährigen Auktionen zugunsten des Bereichs zwei bis sieben Jahre. Die Zehnjährige stieg über 2 Basispunkte auf 4,9167 Prozent, die Dreißigjährige auf 5,2879, die Zweijährige auf 4,5956.

MÄRKTEDow schwach, Nasdaq im Plus.

Dow-Futures 219 bis 400 Punkte im Minus, S&P nahezu unverändert, Nasdaq-Futures 0,3 bis 0,46 Prozent im Plus. Gestützt wird das von Chipwerten: Nvidia plus 1,6 Prozent nach vier Verlusttagen, AMD plus 2,8 vor den Zahlen heute Abend, Marvell und Intel ebenfalls fester. Apple hat Nvidia als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst. In Asien verloren Kospi und der taiwanische Index je 3,59 Prozent, der Stoxx 600 gab 0,6 Prozent nach. Australiens Notenbank hob zum fünften Mal in diesem Jahr an, auf 4,85 Prozent, strich aber den Hinweis auf weitere Schritte. Gold fiel 0,9 Prozent auf rund 3.909 USD, Bitcoin auf 76.516.

Bildungsinhalt: keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.

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