Daily Briefing · Mittwoch, 28.10.2026

24 Stunden, in die alles passt.

Fed-Entscheid, Microsoft und Alphabet nach Schluss, dazu SK Hynix mit Rekordgewinn und der höchste Brent-Stand seit Monaten.

Termine

  • Mi18:30Handelsbilanz Güter
  • Mi19:45Zinsentscheid Bank of Canada
  • Mi21:30Rohöllagerbestände
  • Do00:00Fed-Entscheid und Statement
  • Do00:30Pressekonferenz Warsh
  • Min. SchlussMicrosoft
  • Min. SchlussAlphabet
  • DoBIP und Kern-PCE

Was den Markt heute bewegt

SPEICHERCHIPSSK Hynix verdreifacht den Gewinn und schüttet 75 Mrd. USD aus.

Der Quartalsgewinn stieg um mehr als das Siebenfache gegenüber dem Vorjahr, getragen von steigenden Speicherpreisen aus der KI-Infrastruktur; die Aktie legte in Seoul 10 Prozent zu, die US-Notierung vorbörslich 7,8. Die Wirkung reichte durch den gesamten Sektor: Micron plus 4 Prozent, Western Digital 4,5, Sandisk 0,8, AMD 1,5, Marvell 1,7, Nvidia 0,8. Seagate fiel dagegen 3,7 Prozent nach eigenen Zahlen. Alphabet legte 1,2 Prozent zu, nachdem berichtet wurde, dass OpenAI KI-Chips von Google kaufen will. Der Kospi stieg 6,63 Prozent.

FEDPause erwartet, die Frage ist der Ton.

Der Entscheid kommt um 19:00 MEZ, die CME-Terminmärkte preisen rund 92 Prozent für ein Halten bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Entscheidend wird, wie Warsh die Pause begründet und ob er einen weiteren Schritt bis Jahresende andeutet; aufschlussreich dürfte auch die Zahl der Gegenstimmen sein. Die Erwartungen bleiben restriktiv: Nach LSEG-Daten preisen Händler mindestens drei Schritte zu je 25 Basispunkten bis Ende 2027. Reuters weist auf das Grundproblem hin: Die Inflation liegt seit über fünf Jahren über dem Ziel und steigt wieder, die Arbeitslosigkeit liegt seit 64 Monaten unter 5 Prozent, die längste Serie seit 1965 bis 1970. Die Zehnjährige notiert bei 5,0092 Prozent, die Dreißigjährige bei 5,3157.

HYPERSCALERMicrosoft und Alphabet berichten nach Schluss.

Beide dürften beschleunigtes Cloud-Wachstum zeigen. Geprüft wird aber der Investitionsplan. Direxion formuliert die Erwartungshaltung: Die Nachfrage bleibe stark, doch bei weiter steigendem Capex richte sich der Blick darauf, was die Ausgaben am Ende hervorbringen; je skeptischer der Markt gegenüber den Renditen werde, desto schwerer sei das aktuelle Tempo zu rechtfertigen. Morgan Stanleys Mike Wilson hält dagegen, der Großteil der Korrektur sei vorbei, der Markt habe das Thema in vier bis fünf Monaten effizient verarbeitet. Amazon und Intel folgen später in der Woche.

ÖLBrent über 115 USD trotz Gesprächen.

Berichten zufolge erwägen die USA, die Angriffe auf Iran nach den Zwischenwahlen wieder aufzunehmen. Am Dienstag hatte Öl noch nachgegeben, nachdem Irans Oberster Führer Mojtaba Chamenei mit dem Sicherheitsverantwortlichen Mohsen Rezaei über Bedingungen für ein Kriegsende beraten hatte. Von der Energieseite kommt damit keine Entlastung für die Inflation.

NOTENBANKENKanada dürfte erstmals seit drei Jahren anheben.

Erwartet wird ein Schritt auf 2,50 Prozent um 14:45 MEZ, mit geldpolitischem Bericht und Pressekonferenz. Ein Warnsignal kam über Nacht aus Neuseeland: Die Notenbank hielt entgegen breiten Erwartungen knapp still, der Kiwi-Dollar verlor über 1 Prozent. Großbritannien legt heute seinen Haushalt vor, wobei Finanzminister Healey bereits signalisiert hat, dass keine größeren Änderungen bei Steuern, Ausgaben oder Verschuldung anstehen.

MÄRKTEDie Woche läuft für den Nasdaq.

Nasdaq-Futures plus 0,41 Prozent, S&P 0,1, Dow 88 Punkte im Minus. Der Nasdaq liegt diese Woche rund 2 Prozent im Plus, nachdem sich die Stimmung mit Anthropics IPO-Einreichung am Montag gedreht hat; am Dienstag stieg er 1,2 Prozent, Broadcom 4, AMD 5,5. Robinhood verlor 8 Prozent nach verfehlten Gewinnerwartungen, Visa 1,7 nach Quartalszahlen. In Europa gab der Stoxx 600 0,27 Prozent nach.

Bildungsinhalt: keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.

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