Daily Briefing · Montag, 26.10.2026

Vier Notenbanken, ein Drittel des Index.

Fed, EZB und BoJ entscheiden, während Microsoft, Alphabet und Amazon zeigen müssen, dass sich der KI-Ausbau rechnet.

Termine

  • Mo18:00Auktion zweijähriger Anleihen
  • 3. November Zwischenwahlen
  • DiAuftragseingänge langlebiger Güter, Verbrauchervertrauen
  • Mi20:00FOMC
  • DoBIP, Kern-PCE, EZB
  • FrBoJ, Chicago PMI

Was den Markt heute bewegt

KI-FINANZIERUNGMusk sagt eine Konsolidierung bei den Neoclouds voraus.

In einem Beitrag auf X erklärte er am Sonntag, die Märkte hätten Unternehmen ohne substanzielle Erlöse jenseits von KI-Rechenzentren den Zugang zu Kapital nahezu vollständig verschlossen; SpaceX werde keine Neoclouds kaufen, das sei sinnlos. CoreWeave und Nebius haben in diesem Monat je über 30 Prozent an Marktwert verloren und gaben vorbörslich weitere 3 Prozent ab, IREN 2,6 und Applied Digital 1,5. Saxo formuliert die Erwartungshaltung: Starke KI-Nachfrage allein reiche nicht mehr, die Märkte verlangten Belege für Monetarisierung, Margen und Cashflow.

EARNINGSEin Drittel des S&P berichtet diese Woche.

Darunter die Hyperscaler Microsoft, Alphabet und Amazon, deren Zahlen auf Belege geprüft werden, dass sich die hohen KI-Investitionen auszahlen. Die Reaktion auf die Vorwoche war verhalten: Meta enttäuschte, nachdem es die jährliche Investitionsprognose erneut angehoben und zur Finanzierung neue Aktien angekündigt hatte; Tesla fiel trotz übertroffener Erwartungen. Panmure Liberum weist darauf hin, dass Gewinnprognosen historisch gerade dann am deutlichsten enttäuschen, wenn Märkte außergewöhnliches künftiges Wachstum einpreisen.

FEDPause erwartet, Dezember bleibt offen.

Die Terminmärkte preisen 90 Prozent für ein Halten bei 3,75 bis 4,00 Prozent am Mittwoch, sehen eine Anhebung im Dezember aber weiter als möglich und mindestens zwei Schritte bis Mitte 2027. Bank of America erwartet gegen den Konsens eine Anhebung und beschreibt das Dilemma: Hebt die Fed an, fürchten Anleger eine Überstraffung; hält sie, wird ihre Glaubwürdigkeit in der Inflationsbekämpfung infrage gestellt. Am Donnerstag folgen BIP für das dritte Quartal mit erwarteten 3,2 Prozent und der Kern-PCE für September.

ÖLBrent gibt nach dem höchsten Wochenschluss seit vier Jahren nach.

Der Kontrakt fiel 2,2 Prozent auf 114,52 USD, WTI auf 101,03. Katarische Vermittler reisten am Sonntag nach Teheran; Spitzenvertreter aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan treffen heute die iranische Führung, der erste hochrangige Kontakt seit der Eskalation. Am Freitag hatte Brent nach Berichten über geplante US-israelische Angriffe nach den Zwischenwahlen den höchsten Stand seit April erreicht. Entscheidend für Verbraucher und Unternehmen bleiben die Preise für Raffinerieprodukte, allen voran Diesel.

MÄRKTEErholungsversuch nach zwei Verlustwochen.

Dow-Futures lagen 0,49 Prozent im Plus, S&P 0,3, Nasdaq 0,25. Am Freitag verlor der Dow über 650 Punkte, der S&P 0,5 Prozent, der Nasdaq 0,2; für S&P und Nasdaq war es die zweite Verlustwoche in Folge. Tesla führte die Erholung mit 2,1 Prozent an. Surgery Partners sprang 20,9 Prozent auf Berichte über eine Mehrheitsübernahme durch Bon Secours Mercy Health.

Bildungsinhalt: keine Anlageberatung, kein Handelsvorschlag.

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